Mariahilf.Gruppe.20Gelöbniswallfahrt 2020: wegen einer alten Seuche, trotz der neuen Pandemie 

Seit hunderten Jahren pilgert die Pfarre Kaumberg am Dreifaltigkeitssamstag auf den Mariahilfberg bei Gutenstein. Der Gründungsanlass dieser Tradition soll eine Viehseuche gewesen sein, die zu damaliger Zeit auch für Menschen eine ernsthafte Bedrohung darstellte. War doch die Landbevölkerung von den Erträgen der Landwirtschaft samt Nutztierhaltung abhängig.

Heuer, im Jahr 2020, hat eine neue Pandemie die ganze globalisierte Welt in Aufruhr versetzt und das öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gebracht. Nachdem in Österreich die strengsten Ausgangsbestimmungen bereits gelockert werden konnten, haben sich einige Kaumberger entschlossen, die Gelöbniswallfahrt jedenfalls durchzuführen. Eine kleine Gruppe machte sich schon am Freitag, 5. Juni 2020 zu Fuß auf den Weg. Am darauffolgenden Samstag trafen dann frühmorgens insgesamt mehr als 40 Kaumberger Pfarrmitglieder vor der Basilika am Mariahilfberg ein. Mit großer Freude empfing der ansässige Pfarrer Pater Gerhard M. Walder OSM die Gruppe und feierte mit den Gläubigen die Heilige Messe. Der Dank für den relativ glimpflichen Verlauf der Corona-Pandemie in unserer Gemeinde war ebenso Thema wie die Bitte um Priesterberufungen, steht doch Kaumberg vor einem Pfarrerwechsel im kommenden Sommer. Nach dem Gottesdienst gab es die traditionelle Jause – diesmal mit „Babyelefanten-Abstand“ - und danach brach die Wallfahrergruppe zum Kreuzweg auf. Freundliches Wetter begleitete die Andacht entlang der Kreuzwegstationen am Waldweg.

Abschließend freuten sich alle Teilnehmer mit einem gewissen Stolz, dass sich die Pfarre Kaumberg von der neuen Seuche nicht abhalten hat lassen, ihre Gelöbniswallfahrt durch zu führen!

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