Pfarrer Jozef hatte die Gläubigen eingeladen, zum Fest „Aufnahme Mariens in den Himmel“ am 15. August 2013 Kräuter- und Blumensträuße zu bringen, die er bei der Hl. Messe segnen werde. Das Angebot wurde gut angenommen, der zarte Duft von Kräutern durchzog am Marienfeiertag das Presbyterium und die Stufen zum Altar waren bedeckt mit bunten Blumensträußen und Körben, in denen die Frauen frische Gewürz- und Heilkräuter gesammelt hatten.

 

Der Brauch leitet sich von einer Legende her, die sich um den Tod der Gottesmutter rankt. Wenige Tage nach der Beisetzung Mariens wollten die Apostel im Grab nach dem Rechten schauen und fanden statt des Leichnams ein duftendes Blütenmeer. Soweit die Legende.Schon seit dem frühen Christentum war die Überzeugung bei den Gläubigen verbreitet, dass  die Jungfrau Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Seit der feierlichen Verkündigung als Dogma Mitte des vorigen Jahrhunderts ist diese Aussage verpflichtender Teil des katholischen Glaubens.

 


Gott hat also an einem Menschen bereits jene Vollendung gewirkt, worauf die Menschheit bei der Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit hoffen darf.  Und Gott hat es gefallen, dieses entscheidende Ereignis an einer FRAU geschehen zu lassen.

 

Blumen und Kräuter als typisch frauliche Requisiten umrahmen den Marienfeiertag auf besondere Weise. Der Schöpfer schenkt mit den Pflanzen als natürlichen Mitteln zur Heilung noch Schönheit und Duft der Blüten dazu – rein zur Freude des Menschen!