Vor Jahrhunderten wütete eine Viehseuche in Kaumberg, die unsere Bauernfamilien in ihrer Existenz  bedrohte. Als die Krankheit endlich ausgemerzt war, gelobten die Kaumberger aus Dankbarkeit, jährlich am Dreifaltigkeitssamstag zum Mariahilfberg zu pilgern. Dieses Versprechen wurde Jahr für Jahr eingelöst und auch heuer traf am Samstag, dem 26. Mai 2013 ein bunter Querschnitt der Kaumberger Bevölkerung bei der Wallfahrtskirche ein.

 


Eine Gruppe Kinder und Jugendliche war schon am Vortag zu Fuß gekommen und empfing die Buswallfahrer morgens am Berg, darunter den ältesten Teilnehmer,  Herrn Josef Halbwax mit rüstigen 91 Jahren! Auch Pfarrer Jozef Hurák war angereist, um die Kaumberger zu begleiten.

Das abwechslungsreiche Programm ließ die Zeit rasch verfliegen, beginnend mit dem Einzug in die Kirche, untermalt von alten Marienliedern. Nach der Beichtmöglichkeit wurde die Hl. Messe gefeiert. Der Gutensteiner Pfarrer ermutigte in seiner Predigt die Kaumberger, mit dieser Wallfahrt einmal bewusst zur Ruhe zu kommen. Weil Gott selber laut Schöpfungsbericht am siebten Tage geruht habe, sei auch der Mensch nicht zum ununterbrochenen Arbeitseinsatz geschaffen, sondern brauche Zeiten der Muße, um wieder aufzutanken.

Nach der gemeinsamen Jause brach die Gruppe zum Kreuzweg auf, der diesmal wegen äußerst unfreundlichem Wetter in verkürzter Form durchgeführt wurde. Danach trafen sich alle beim Mittagessen, um über Alltagsgeschichten zu plaudern, was ja auch entspannend wirkt!

Bei der Verabschiedung in der Kirche legte jeder noch seine Anliegen still vor die Gnadenmutter mit ihrem göttlichen Kind hin und bat um Schutz und Segen – auch für alle Lieben, die nicht mitgekommen waren.

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