Duftende Kräuter als Symbol der Gottesmutter

Kruter2Schon zur Tradition geworden ist es in der Kaumberger Pfarre, am Fest Mariä Aufnahme in den Himmel, Kräuter und Blumen zu segnen. In Körben und einfachen Gebinden fanden sich Blüten und Kräuter aus Garten, Feld und Flur vor dem Altar und verströmten fein-würzigen Duft im Presbyterium, was Pfarrer Jozef bei der Messfeier am 15. August auch anmerkte.

Er erklärte dieses Brauchtum mit einer Legende, die sich um den Heimgang Mariens – wie das Fest in manchen Ostkirchen genannt wird – rankt. Die Gottesmutter starb im Kreise der Apostel und wurde bestattet. Als man später das Grab öffnete, war es leer. Es duftete zart, aber deutlich nach Rosen und Heilkräutern - eine besonders schöne Metapher für die heilsame Spur, die ein guter Mensch hinterlässt, selbst wenn er nicht mehr unter uns weilt.

In Demut hat Maria ihr Leben ganz Gott zur Verfügung gestellt und ist dennoch sie selbst geblieben – sozialkritisch und prophetisch im Magnifikat, treu bis unters Kreuz. Sie leistete damit ihren einzigartigen Beitrag zum Erlösungswirken Christi und wird seit Beginn der Kirche in besonderer Weise verehrt.

In der Vorbereitung dieses Festes haben viele einfache Blumen und Heilpflanzen auf den Wiesen gesammelt, eine Anstoß, die Vielfalt der Schöpfung einmal bewusst wahrzunehmen. Die Natur stellt ja eine kostenlose Apotheke dar, nicht umsonst sagt man: gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Auch wenn das irdische Leben unweigerlich im Tod endet, dürfen wir auf Gott hoffen, der uns durch Christus endgültige Heilung zugesagt hat.

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